Reben aus dem Herzen chilenischer Landwirtschaft

Die Riede des Cachapoal Valley liegen auf über 100 km² im Norden des zentral-chilenischen Rapel Valley, einem Tal südlich von Santiago. Die gesamte Region im Flussgebiet des Rio Cachapoal gilt als das als das Herzstück chilenischer Agrikultur.

Cachapoal Valley wird im Norden durch die Anhöhen von Paine und im Süden durch die Gebirge bei Pelequén begrenzt, im Westen und Osten umschließen die Anden und die flacheren Küstengebirge das Tal. In den östlichen Anden entspringt auch der Rio Cachapoal, der die Region durchfließt und zusammen mit seinen Nebenarme in den im Westen gelegenen Rapel-Stausee mündet.

Das gemäßigte Klima der Region trägt seinen Teil zur erlesenen Qualität von Weinen aus Cachapoal Valley bei: Warme, trockene Sommer und regnerische, frostige Winter entsprechen den typischen Wetterbedingungen in Zentral-Chile, das durch die schützenden Küstengebirge weitestgehend von maritimen Wettereinflüssen abgeschirmt wird.

Die niedriger gelegenen Anbaugebiete für Cachapoal Valley Weine reichen im Osten bis in die Ausläufer der Anden und bieten beste Anbaubedingungen für elegante, wohlausgewogene Cabernets und rote Verschnitte. Weiter westlich, in Richtung der Küstengebirge, verspricht die Meeresnähe sanfte, kühlende Winde, die ein warmes, aber nicht zu heißes Klima zulassen. Dieses Klima ist wie geschaffen für typische Cachapoal Valley Weine wie den körperreichen, auffallend fruchtigen Carménère, eine der meistgeschätzten Spezialitäten unter den Weinen des Cachapoal Valleys. Neben den genannten Trauben ist die Region auch bekannt für Merlot, Syrah, Sauvignon Blanc und Chardonnay.

Kleine Geschichte des Rebbaus in Chile

Der Weinanbau in Chile geht zurück auf die spanischen Eroberer, die im 16. Jahrhundert Weinreben ins Land brachten. Angeblich soll Chile bereits im 18. Jahrhundert international mit Weinen gehandelt haben, doch erst als Anfang der 1980er Jahren Edelstahl-Gärtanks und Eichenfässern Einzug in die chilenische Weinproduktion hielten, konnte sich eine florierende und ansehnliche Weinkultur entwickeln.

Die chilenischen Weinexporte gewannen zusammen mit der Produktion von Qualitätsweinen schnell an Volumen und die Zahl chilenischer Weingüter wuchs von nur zwölf im Jahr 1995 auf über siebzig im Jahr 2005. Im internationalen Vergleich ist Chile ist heute der fünftgrößte Weinexporteur und neuntgrößter Weinproduzent. Als einziges Land blieb Chile bis heute verschont von der gefürchteten Reblaus.
Moderne chilenische Weinwirte haben heute äußerst erfolgreiche Strategien entwickelt, Weinbau und Tourismus miteinander zu kombinieren: Viele Weingüter sind für Touristen geöffnet und bieten zweisprachige Führungen an. Zu einem typischen chilenischen Weinurlaub gehört die Besichtigung verschiedener Erzeuger und natürlich ausgedehnte Verkostungen quer durch die Schatzkammer der reichen, saftigen und aromatischen Weine Chiles.