Der Grappa, eigentlich heißt es DIE GRAPPA, hat sich vom einfachen Bauernschnaps zur Edelspirituose gewandelt. Bereits im 15. Jahrhundert existierte ein eigenständiger Handel mit Grappa, auch außerhalb Italiens. Strenge Vorschriften regeln die Herstellung , jedoch erlaubte man den Bauern, für den eigenen Bedarf eine kleine Produktionsmenge zu brennen. Deshalb galt der Grappa damals als "Armeleuteschnaps". Durch die ständige Verbesserung der Destillationsverfahren über viele Generationen von Bauern und Winzern wurde aus dem einfachen "Klaren" eine edle und unverwechselbare Spirituose.
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Jeder Grappa wird aus Pressrückständen aus der Weinherstellung, dem sogenannten Trester gewonnen.Daher begleitet die Grappaherstellung schon lange den Weinanbau. Mit diesem einfachen Wissen verwundert es nicht, dass die Grappe, traditionell in Italien gebrannt werden. Schließlich pflegt Italien eine lange Geschichte des Weinanbaus. Wo hervorragende Weine gekeltert werden, sind spitzen Grappe nicht fern. Somit ist auch die Sortenbezeichnung Grappa nur aus Italien zulässig. Im Grunde lässt sich damit sagen, der Grappa folgt dem Wein. Hat also jedes Weinanbaugebiet seinen eigenen, charakteristischen Wein, so hat auch jede Region ihren eigenen Grappa. Die unterschiedlichen Grappe sind geschmacklich genauso unterschiedlich, wie die Traubensorten aus denen sie entspringen.
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