Im Südosten Italiens, zwischen dem adriatischen und dem ionischen Meer befindet sich das Weinanbaugebiet Apulien. Im „Absatz“ des italienischen Stiefels sind durch die fruchtbare Böden, die Luftströmungen der Adria sowie das warme, im Sommer oft sehr trockene Klima gute Voraussetzungen für den Anbau von Wein.
Von hier kommen, neben Sizilien, die größten Mengen Wein in ganz Italien, was nicht verwundert, da Apulien allein mehr Wein als ganz Deutschland produziert. Apulien bildet ein Quell für tiefdunklen, kräftigen Wein und gehaltvolle Rotweine: Drei Rebsorten dominieren hier: Sangiovese, Primitivo und Negroamaro.
Die wichtigste und häufigste Rebsorte ist Sangiovese. Diese wird zwar nicht nur in Apulien sondern in ganz Italien angebaut, ist aber Hauptbestandteil des italienischen Chianti. Die Sorte Primitivo, auch unter dem Namen "Zinfandel" in Kalifornien bekannt, bringt sehr würzige Weine mit einem hohen Alkoholgehalt hervor. Auch diese Rebsorte ist so nicht mehr der Weinanbauregion Apulien bedingungslos zuzuschreiben.
Der Negroamaro hingegen ist ein typischer Vertreter des Weinanbaugebiet Apuliens und wird hier schon seit Jahrtausenden angebaut. Weine von dieser Rebsorte haben eine rubinrote Farbe und meist ein warmes Aroma nach rote Früchte und Gewürznelken.
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