Der Champagner (französisch le champagne) ist ein Schaumwein, der in dem Weinbaugebiet Champagne (frz. la Champagne) in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Die französische Bezeichnung „Champagne“ ist markenrechtlich geschützt. Andere Schaumweine müssen nach deutschem Lebensmittelrecht, je nach Herstellung und Herkunftsland, als Sekt bezeichnet werden.
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Wenn man jemandem die Erfindung von Schaumwein zusprechen könnte, dann dürften sich diese Lorbeeren wohl die Benediktinermönchen aus dem Tal der Aude im Süden Frankreichs verdient haben. Nachweislich wurde schon um 1540 absichtlich unvollständig vergorene Weine von den Mönchen im kühlen Herbst in Flaschen abgefüllt, mit den damals neu entdeckten Eichenkorken verschlossen und mit Schnüren am Flaschenhals gesichert. Im warmen Frühling gärte der Wein weiter und die Kohlensäure war in den Flaschen gefangen. Die ersten Schaumweine waren geboren! Im Laufe der Zeit verfeinerten findige Winzer und Mönche in der Champagne u.a. auch das Verfahren der Gärung in der Flasche. Bis um 1730 entstand Schaumwein jedoch lediglich als ein Produkt der natürlichen Nachgärung in der Flasche. Danach wurde der Wein zunehmend in früheren Stadien der ersten Gärung in Flaschen abgefüllt, um dem Wein noch mehr Kohlensäure in den Flaschen zukommen zu lassen. Flaschenbruch war keine Seltenheit mehr. Seither haben die edlen Perlen einen internationalen Siegeszug vollzogen und man könnte durchaus behaupten, dass die Franzosen seither aus dem Champagner eine Art "Nationalheiligtum" gemacht haben. Zweifellos bezahlt der Verbraucher vor allem bei Erzeugnissen der führenden Hersteller auch die weltweite Vermarktung mit. Tatsache ist aber auch, dass Champagner den strengsten Herstellungsvorschriften aller Schaumweine unterliegt, deren Einhaltung durch unabhängige Stellen kontrolliert wird.
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